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Schon einmal vorab für alle die hier gelandet sind und nur am Trainingsresultat interessiert sind:

EMS-Training ist eine effiziente Trainingsform für Alle: Sportanfänger, Freizeitsportler, Leistungssportler, Menschen mit Sportverletzungen: Alle profitieren und du kommst schnell zum Ziel.

Für alle die etwas mehr dazu wissen wollen, unten findet Ihr mehr Details zum EMS-Training. Wie kommt es zu einer Muskelkontraktion? Wie funktioniert EMS-Training überhaupt physiologisch? Was kann man beim EMS-Training trainieren?

EMS-Training

EMS-Training bedeutet Elektromuskelstimulationstraining. Es basiert auf der Ansteuerung der Muskelfasern durch Aktionspotentiale und damit durch elektrische Reize. Elektroden werden auf den Muskeln platziert und anschliessend Ströme unterschiedlicher Frequenz, Impulsdauer und Stromstärke auf die Muskulatur übertragen. Dieses bringt die Muskulatur zur Kontraktion.

Das EMS-Training kann dabei als Ganzkörpertraining oder als Training ausgewählter Muskelgruppen erfolgen und es lassen sich sehr gezielt Muskelaufbau, Muskelkraft und Ausdauer trainieren.

Vorteile eines EMS-Trainings

EMS-Training ermöglicht eine intensivere Anspannung der trainierten Muskulatur, als dieses beim klassischen Krafttraining möglich ist. Weiterhin werden tiefer liegende Muskeln, die durch herkömmliches Kraftraining nur schwer angesteuert werden können, einfacher trainiert.

EMS-Training ruft keine mechanische Belastung von Gelenken hervor und ist daher besonders schonend.

Funktionales EMS-Training

Funktionales EMS-Training kombiniert die Vorteile eines EMS-Trainings mit den Vorteilen, die ein funktionales dynamisches Kraftraining mit sich bringt. Hier werden Bewegunsabläufe, die für den Alltag oder die ausgübte Sportart von Bedeutung sind, durch komplexe Übungen geschult. Durch die Kombination mit EMS-Training werden so zusätzlich die koordinativen Fähigkeiten trainiert.

 

Einsatzmöglichkeiten funktionelles EMS-Training

Muskelaufbau, Ausdauer, Fettstoffwechsel je nach individuellem Trainingsziel

- im Freizeitsport

- im Leistungssport

- nach Verletzungen

- nach Pausen im Sport

- bei muskulären Dysbalancen

- beim Einstieg in den Sport


Physiologie: Nervenimpuls und Muskelkontraktion

Bei Menschen und auch Tieren werden alle Muskeln durch einen Nervenimpuls (Aktionspotential) angesteuert.
Das zentrale Nervensystem aktiviert dabei mit Hilfe von Motoneuronen (Nervenzellen, die auf motorische Funktionen spezialisiert sind) Muskelzellen. Das Aktionspotential ist dabei ein elektrisches Signal, das bei der Ansteuerung eines Muskels vom zentralen Nervensystem zum Muskel übertragen wird. Trifft bei der Ansteuerung eines Muskels ein Aktionspotential am Muskel ein, kommt es zu genau einer Einzelzuckung einer Muskelfaser. Damit es nun zu einer grösseren Verkürzung oder anhaltenden Kontraktion eines Muskels kommt, müssen in rascher Folge viele Aktionspotentiale am Muskel eintreffen, damit sich Einzelzuckungen stufenweise überlagern und aufsummieren. Dieses nennt man Superposition.
Die Summe der Aktionspotentiale steuert so die Kraft der Muskelkontraktion, wobei innerhalb eines Muskels die vielen verschiedenen Muskelfasern in einer festgelegten Reihenfolge (Hennebergsches Rekrutierungsprinzip) angesteuert oder innerviert werden. Bei dieser festgelegten Reihenfolge von Einzelkontraktionen werden zuerst Fasern mit geringer Kontraktionskraft und grosser Ausdauer (Slow-Twitch-Fasern) und später Fasern mit hoher Kontraktionskraft und geringer Ausdauer (Fast-Twitch-Fasern) angesteuert. Ein sehr ökonomisches Schema, um Bewegungen energetisch günstig auszuführen und sehr wichtig für zielorientierte Trainings. Slow-Twitch-Fasern werden mit Serien von Aktionspotentialen angesteuert, die eine Frequenz von etwa 20 Hertz (Hz) haben. Fast-Twitch-Fasern werden mit etwa 60 Hz angesteuert. Beim EMS-Training kann mit Hilfe der richtigen Frequenz gezielt ein Training der Slow- oder Fast-Twitch-Fasern erfolgen. Dies ermöglicht eine Differenzierung zwischen kraft- und ausdauerbetontem Training.